Die Automechanika Frankfurt hat ihre Ausgabe 2026 mit mehr als 112.000 Fachbesuchern aus 173 Ländern und 4.400 Ausstellern aus 80 Ländern abgeschlossen. Für den internationalen B2B-Aftermarket — Werkstätten, Handel und Industrie — bleibt sie der wichtigste Branchentreffpunkt im Kalender.
Die Zahlen hinter der Messe
Das Vertrauen ist messbar: 90 Prozent der Aussteller wollen 2028 zurückkehren, bei den deutschen Ausstellern sind es 93 Prozent (+5 Punkte). Auf Besucherseite zeigten sich 96 Prozent zufrieden — vier Punkte mehr als 2024 — und 89 Prozent würden einen Besuch weiterempfehlen. Die nächste Ausgabe ist bereits für den 5. bis 9. September 2028 terminiert.
„Die führende internationale B2B-Leitmesse hat ihre Bedeutung für die gesamte Wertschöpfungskette des Automotive-Aftermarkets unterstrichen“, sagte Detlef Braun, Mitglied des Vorstands der Messe Frankfurt GmbH. Er verwies auf rund 500 Veranstaltungen und zahlreiche Attraktionen im Freigelände, darunter eine 200 Meter lange Pit Lane, sowie auf die Gewinner des Innovation Awards als Beleg für den technischen Fortschritt im Aftermarket.
Neue Formate, neue Gespräche
HighTech4Mobility feierte Premiere: ein eigener Bereich für softwaredefinierte Fahrzeuge, vernetzte Systeme und digitale Services, in dem Softwareunternehmen, Start-ups und Werkstattvertreter in der Festhalle über Fahrzeugdaten, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Geschäftsmodelle im Aftermarket diskutierten. Der neue Experience Park verwandelte das Freigelände in eine Bühne für Geländemobilität — inklusive Unimog, interaktiven Challenges und Überschlagsimulator —, während die 200 Meter lange Automechanika Pit Lane unter den Arkaden von Halle 4 Rennwagen und Motorsport-Persönlichkeiten zeigte. Die Classic Alliance mit FIVA, Bosch, DAT, Eucon und ROWE machte Halle 11.1 zum Treffpunkt für Klassiker und Sammlerfahrzeuge; Ambition ging in die zweite Runde und brachte mehr als 4.600 Schülerinnen, Schüler, Studierende und Auszubildende mit den Berufsperspektiven der Branche zusammen.
Diagnose, Daten und der Wandel zur Elektromobilität
Die Technologiedebatte drehte sich um Reparatur und Diagnose. Auf dem VDIK-Forum brachte es Mahle-CEO Arnd Franz auf den Punkt: Es brauche gemeinsame Datenstandards — etwa, um den Gesundheitszustand einer Batterie zu bestimmen. Die FIA präsentierte eine globale Mobilitätsstudie, die gemeinsam mit EY in zehn Schlüsselmärkten erstellt wurde, und die neue Allianz zwischen Automechanika und dem VDIK stärkte das Markenteile-Geschäft und den Dialog mit neuen Akteuren.
Die Elektrifizierung wird schneller. Laut der ZDK-Umfrage unter rund 400 Betrieben bleibt das Kfz-Gewerbe eine Stabilitätssäule, während der Fahrzeugverkauf unter Druck steht. Der Verband erwartet für 2026 nun 817.000 Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge in Deutschland — deutlich mehr als zuvor prognostiziert —, wobei die private Nachfrage am schnellsten wächst: über 370.000 private Zulassungen. Für 36 Prozent der Kaufinteressierten ist ein Batteriefahrzeug bereits erste Wahl.
„Die Elektromobilität baut ihren Marktanteil weiter aus“, sagte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn, und betonte, dass Bezahlbarkeit, Praxistauglichkeit und eine gute Kundenberatung entscheidend bleiben, um diesen Wandel wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Was das für Teile und Werkstätten bedeutet
Drei Schlussfolgerungen für unsere Seite des Geschäfts. Erstens rückt die Diagnose ins Zentrum: Wer das Teil liefert, sollte auch die Daten drumherum nutzbar machen. Zweitens zählen Abdeckung und Verfügbarkeit genauso viel wie das Bauteil selbst — das richtige Teil, korrekt identifiziert und schnell geliefert, hält die Werkstattbühne produktiv. Drittens muss Qualität nachvollziehbar sein: OEM-Disziplin mit Aftermarket-Geschwindigkeit ist die Kombination, die das europäische Netz immer wieder einfordert.
Unsere Katalogarbeit für 2027 folgt genau diesen Prioritäten: tiefere Anwendungsabdeckung, saubere Fitment-Daten für die Werkstattsoftware und etikettierte Teile, die sich über ein echtes GRÜFTEK-Etikett verifizieren lassen. Wenn Sie die Abdeckung für Ihren Markt vor der nächsten Saison prüfen möchten, ist unser Händlersupport nur eine Nachricht entfernt.



Fotos: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera
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